gotoki , gewinnt nicht nur an Flexibilität bei der Aufstellung, sondern auch an nutzbarer Tiefe, denn die fehlende Platte schafft Platz für Kleiderbügel oder sperrige Gegenstände, die sonst an der Rückseite scheuern würden. Bevor Sie jedoch mit dem eigentlichen Bau beginnen, sollten Sie sich bewusst machen, dass diese Bauweise zwei entscheidende Konsequenzen hat: Erstens muss die Wand dahinter absolut eben und sauber verputzt sein, da sie nun Teil des sichtbaren Raumes wird, und zweitens müssen Sie bei der Montage unbedingt für eine stabile Verankerung an der Wand sorgen, da die Rückwand sonst einen wichtigen Teil der Aussteifung übernimmt. Wenn Sie auf diese Weise möbel planen, denken Sie daran, dass alle Schrauben und Winkel, die Sie zur Befestigung verwenden, von vorne unsichtbar bleiben sollten, was sich am besten mit verdeckten Metallwinkeln oder einer durchgehenden Zierleiste an der Oberseite lösen lässt, während die Seitenteile bündig mit der Wand abschließen müssen, um Spaltbildungen zu vermeiden.

Die exakte Breitenmessung ist bei einem Schrank ohne Rückwand besonders kritisch, weil Sie anders als bei einem freistehenden Möbelstück keinerlei Toleranz für Unebenheiten im Gehäuse haben – hier zählt jeder Millimeter. Messen Sie deshalb nicht nur an einer Stelle, sondern an mindestens drei Punkten: direkt unter der Decke, auf halber Höhe und knapp über dem Boden, wobei Sie bei Altbauten unbedingt auch die Fenster- und Türlaibungen berücksichtigen sollten, da diese oft breiter oder schmaler als die eigentliche Wandfläche sind, und notieren Sie den jeweils kleinsten Wert, denn dieser ist für Ihre Planung maßgeblich. Wenn Sie möbel planen auf dieser Basis, ziehen Sie von diesem Minimum zusätzlich einen Abstand von fünf bis zehn Millimetern auf jeder Seite ab, damit Sie den Schrank auch bei minimalen Setzungen oder leicht schiefen Wänden problemlos in die Nische schieben können, ohne dass die Seitenteile klemmen – kontrollieren Sie zudem mit einer Wasserwaage, ob die Wand wirklich lotrecht ist, denn eine Abweichung von nur wenigen Grad macht sich am oberen Ende schnell als deutliche Differenz bemerkbar.
Nachdem Sie die Breite ermittelt haben, sollten Sie die Messung mindestens zweimal wiederholen, am besten an verschiedenen Tageszeiten, da sich Holz und Putz bei Feuchtigkeit oder Temperaturwechsel minimal ausdehnen können, und vergleichen Sie anschließend alle Werte, um sicherzugehen, dass Sie nicht versehentlich eine unebene Stelle als Referenz genommen haben. Übertragen Sie das resultierende Maß dann nicht direkt auf Ihren Zuschnitt, sondern zeichnen Sie zunächst eine maßstabsgetreue Skizze der Wand mit allen vorhandenen Sockelleisten, Steckdosen oder Heizungsrohren, denn diese Details verändern die effektive Breite erheblich, wenn sie in den Schrank ragen. Beachten Sie außerdem, dass der Schrank ohne Rückwand an der Wandoberfläche endet, weshalb Sie die Tiefe nicht von der Vorderkante, sondern von der Wand aus messen müssen – und wenn Sie nach all diesen Überlegungen noch einmal möbel planen, dann gehört dazu auch, dass Sie den Innenraum so gestalten, dass die verbleibende Breite exakt auf Ihre Ordnungssysteme passt, ohne dass ein ungenutzter Reststreifen entsteht, der die gesamte Konstruktion unharmonisch wirken lässt.